Textilreinigung im Überblick

Faserrein detailgetreu gereinigt

Die Hygiene steht auch bei der Wäsche an erster Stelle. Mit einem fast historischen Hintergrund, der bis ins Jahr 1825 zurückzuverfolgen ist. Die Textilreinigung wurde durch Zufall anhand von Terpentinöl entdeckt. Zwar verschwanden Schmutz und Flecken im Nu, aber der Geruch war höchst unangenehm. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung die heute zunehmend umweltschonend ist, wurde die Textilreinigung unersetzlich. Doch auch anspruchsvolle Bereiche werden abgedeckt. Hier geht es nicht nur um „Der Fleck muss weg“, sondern die mikrobiologische Reinheit. Wie im Medizin- und Gesundheitsbereich, der Pharma- und Kosmetikindustrie, Lebensmittelindustrie sowie der Gastronomie. Gerade sie unterliegen der Textilhygiene nach EU- und RKI-Richtlinien.

Doch wie funktioniert der Vorgang?

Die Reinigung hat nichts mit dem üblichen Waschvorgang in der Waschmaschine zutun. Denn sie geht meist trocken vonstatten. Mit einer nichtwässrigen Lösung die die Fasern der Textilien nicht aufquellen lassen. Der Vorgang selbst unterliegt dann den Pflegehinweisen, des jeweiligen Reinigungsstückes. So sieht der Buchstabe P eine Reinigung mit Perchlorethylen (PER) oder Kohlenwasserstoff vor.
Gerade Leinen, Seide und Wolle werden dadurch von wachs- und fetthaltigen Flecken befreit. Der Buchstabe F wiederum zeigt an, hier kommen nur Kohlenwasserstoff-Lösemitteln (KWL) infrage. Bei Abend- und Brautkleider daher sehr zu empfehlen, da sie meist mit aufgenähten Perlen und Pailletten geschmückt sind. Mittlerweile gibt es auch ein neuartiges System der Nassreinigung, welche mit dem Buchstaben N versehen ist. In dem Wet-cleaning-Verfahren, kommen keine chemischen Lösungsmittel zum Einsatz. Dabei werden die Fasern umspült und nicht aufgequollen. Outdoor Kleidung wie Daunenjacken oder Mäntel sowie Seide und Wolle, lassen sich dadurch bestens reinigen. Diese professionelle Nassreinigung wurde auch mit dem „Blauen Engel“ dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Alle Reinigungsmaßnahmen der Textilreinigung haben den Vorteil, dass nichts aus der Form gerät, verfilzt oder einläuft.

Worauf ist zu achten?

• Keine feuchte Kleidung in die Reinigung geben, diese kann bei der Trockenreinigung vergrauen.
• Das Pflegeetikett niemals entfernen, nur so ist eine ordentliche Textilreinigung durch den Fachmann gewährt.
• Welche Art von Schmutz muss entfernt. Wichtig damit bei der Textilreinigung die richtigen Zusatzmittel zum Einsatz kommen.
• Verschmutze zu reinigende Textilien nicht mit Wasser und Seife vorbehandeln.
• Immer einen Abholschein mitnehmen um Missverständnisse von vorneherein auszuschließen.
• Nach der Textilreinigung das Kleidungsstück sofort aus der Plastikhülle nehmen und lüften.

Gerade bei Kostümen und Herrenanzügen alle Teile in die Reinigung geben. Denn die Lösungsmittel können die Farben um Nuancen verändern. Wenn auf den Etiketten die Pflegekennzeichen der Buchstaben F, P und N enthalten sind, niemals selbst Hand anlegen. Am besten in der nächsten Textilreinigung nachfragen.

Vorteile und Nachteile

Die Vorteile der Textilreinigung sind sehr umfangreich:

• Kein Aufquellen der Fasern
• Kein Verfilzen
• Kein Einlaufen
• Passformgetreu da keine Formveränderung
• Kein Einreißen bei Seide oder Wolle
• Beratung durch den Fachmann-/Frau

Arbeits- und Schutzkleidung darf daher nur in Vertragswäschereien gereinigt werden. Dies unterliegt anderen Richtlinien der Textilreinigung. Denn sie müssen in gewisser Weise „steril“ sein. Ein Vorteil den die Textilreinigung zudem bieten kann.

Die Nachteile:

• Kleidungsstücke können sich um Farbnuancen verändern
• Lösungen können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten

In der heutigen Zeit überwiegen die Vorteile der Textilreinigung. Ob im privaten wie geschäftlichen Bereich, ist die Textilreinigung nicht mehr wegzudenken.